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Tag: Asien Ordering

Inselfieber - Ko Chang, Ko Phangan, Ko Tao

Rueckkehr aus Laos - und wieder stresst Bangkok - langsam habe ich wirklich genug davon - jetzt das dritte Mal. Also bleibe ich nur kurz, zuerst um mein Neuseelandticket zu zahlen ( uuuaaahh ) und um nach Ko Chang abzudampfen, einer Insel in der Naehe zu Cambodia – es bleiben mir knapp 2 Wochen, bis mein Flieger nach Auckland gehen soll. Ich habe anfangs keinen Plan, wohin auf der Insel, nur weiter nach Sueden. Jemand auf dem Weg dorthin erzaehlt mir, dass es dort am Lonely Beach eine nette Unterkunft gibt - das Treehouse. Also warum nicht - auf zum Treehouse !!! Welch positive Ueberraschung, viele Bambushuetten ein supergemuetliches Restaurant und Relaxingarea mit jeder Menge Kissen und Haengematten.

Kultur und Relaxen in Champassak und Don Deth

Die erste Haelfte der Strecke der holprigen und langen Busfahrt zwischen Vientane und Pakse ist noch ertraeglich, aber zwischen Savanaketh und Pakse gibt es dermaßen viele Umleitungen, was in diesem Bus hieß, sehr laut, schnell und sehr holprig. Schließlich angekommen in Pakse ist auch das ueberstanden, ich will nur noch meine Haengematte irgendwo hinhaengen und ein paar Stunden Schlaf nachholen. Der Ort selber ist ein verschlafene Kleinstadt, Ausgangspunkt zur Erkundung der 4000 Inseln des Mekong und des Bolovan Plateaus, wo viel Kaffee angebaut wird - uebrigens gefoerdert damals durch die ehemalige DDR, um Kaffee billig zu einem Bruchteil des Preises von einem Bruderland beziehen zu koennen und um natuerlich Devisen zu sparen.

Von Luang Prabang nach Vientane

Naechstes Ziel ist Luang Prabang, der Provinzhauptstadt des noerdlichen Laos. Meine Zeit begrenzt sich leider auf 4 Wochen und so muß ich auf den Besuch des Nordostens verzichten und besuche sozusagen nur die Hoehepunkte einer Rundreise in Laos. Sie steht unter dem Schutz der UNO und gilt als Weltkulturerbe. Somit sehe ich eine weitaus groessere Anzahl von Touristen - auch solche von Pauschalreisen, aber fuer mich empfinde die Athmospaere immer noch als sehr ruhig und relaxt, ich habe mit mehr Trubel gerechnet.

Wanderung zum Bergvolk - Opium und Mohnpflanzen

Unsere 4 taegige Wanderung stellt sich dennoch als ein unvergessliches Erlebnis heraus. Unsere Gruppe besteht aus 5 Leuten + Fuehrer ( Timo und Helena, Andre aus der Schweiz, noch ein Maedel, meiner Wenigkeit und dem kanadischen Guide ). Unser Fuehrer kennt die Leute in den Bergen schon seit mehreren Jahren und hat gluecklicherweise ein super Verhaeltnis zu Ihnen. Das Spannendste Ereignis erleben wir immer bei unserem Einzug in ein Dorf, die ganzen Kinder scharen sich um einen - und sie betteln nicht und sind nur neugierig - man ist noch eine Attraktion hier – ganz entgegen meiner Erwartungen !

Abenteuer Laos

Land der Tausend Elefanten - so zumindest lautet die Uebersetzung des alten Namens des Landes, trotzdem habe ich hier keinen einzigen zu Gesicht bekommen. Etwas zutreffender ist die freie Uebersetzung des offiziellen Namens des Landes - LAO P.D.R. - Lao people democratic republic oder von einigen Reisenden abgewandelt in LAO - Please Don't Rush. Eines der auffaelligsten Merkmale der Einheimischen ist ihre absolute Ruhe und Gemuetlichkeit. Nie habe ich einen sich schnell bewegenden Einheimischen gesehen - die Zeit vergeht hier um einiges langsamer, verlaeuft nach ganz anderen Rhythmen und Vorstellungen.

Nach Norden - Sukkothai und Chiang Mai

Der Dreh - und Angelpunkt - Bangkok - der meisten Suedostasien Reisenden ist wie immer nur eine Zwischenstation - diesmal, um auf mein Laos Visum zu warten. Ich habe mir erneut vorgenommen, einige der beruehmten Tempel und andere Sehenswuerdigkeiten zu besichtigen, aber dies bleibt erneut nur ein Wunschtraum - maybe next time ... Dafuer besuche ich zum Chinesischen Neuen Jahr Chinatown in Bangkok.

Penang - MultiKulti Stadt

Den eigentlichen Plan, die Grenze im Sueden zu ueberqueren und gleich wieder zurueckzukehren, aendere ich beschliesse, einige Tage in Georgetown auf der Insel Penang zu verbringen, bevor ich nach Norden Richtung Laos weiterreisen moechte. Das Faszinierende an dieser Stadt ist wirklich der Mix zwischen vielen verschiedenen Kulturen und Menschen und dem morbiden Charme heruntergekommener Kolonialbauten. Die billigsten Unterkuenfte befinden sich in Chinatown, in dieser Gegend gibt es auch das beste Essen- natuerlich die unvermeidliche Nudelsuppe, neben malayischer Kueche und einigen indischen Restaurants ( welche uebrigens das beste Tandoori Chicken zubereitet haben, was ich je gegessen habe ! )

Thailand - Robinson Crusoe Island

Wir kennen uns jetzt schon einige Wochen - eine Gruppe von 9 Leuten und beschliessen, ein Fischerboot zu mieten, damit es uns fuer einige Tage auf einer unbewohnten Insel absetzt. Gesagt - Getan. Mit Vorraeten fuer 3 Tage und 60 Liter Wasser tuckern wir los auf eine kleine Insel einige Stunden in der großen Bucht. Angekommen auf dem Inselchen mit einem kleinen Strand richten wir uns gemuetlich ein, haengen die Haengematten auf ...

5 Wochen Felsklettern und Relaxen

Zu Beginn der Reise in Thailand dachte ich nicht, dass es Krabi und Thailand ein langes Kapitel werden wuerde - so man man sich taeuschen - es stellt sich heraus, daß ich hier ueber 5 Wochen verbringen sollte. Planlos wie ich bin, habe ich mir einen Reisefuehrer ueber Thailand erst in Bangkok gekauft und angefangen, mich gruendlich zu informieren – Schande ueber mein Haupt, aber Asien ist eigentlich nur als kurzer Zwischenstop Richtung Neuseeland vorgesehen und erweist sich als kurzer 4 Monate Stopover.

Bangkok - der Moloch von Thailand

Thailand ist das 2. Land meiner Reise, jeder hat schon vom Sextourismus gehoert, von den Touristenhochburgen in Pattaya und Ko Samui. Dies ist absolut nicht mein Fall, schon eher die wunderschoenen Straende und Tauchgebiete sowie natuerlich die tausende von Tempeln. Es wird hoechste Zeit , mir mein eigenes Bild zu machen von Land des ewigen Laechelns zu machen. Der Flug von der Hauptstadt Nepals - Kathmandu nach Bangkok verlaeuft ohne Probleme und dauert auch nur knapp 3 h.

Abschied von Nepals Bergen

Mit dem Flugzeug ab Lukla kann ich nochmals Teile der Startroute bis Namche Bazaar betrachten, diesmal aus der bequemen Vogelperspektive, ein schoenes Gefuehl im Bauch und mit freudiger Erwartung einer heissen Dusche. Die Hauptstadt in wieder unter einer Dunstglocke verborgen, die Vorfreude wird etwas gedaempft beim Gedanken an die vielen Menschen, Gedraenge und Verkehrchaos, aber dies ist halt so und wird akzeptiert.

Von Gokyo nach Chukumg

Noch am Morgen des 17. Tags bin ich nicht ganz entschlossen, ob ich noch eine Nacht zum Cho Oyu Basecamp mit den vielen kleinen Seen zurueckkehren sollte - Paul , ein Australier, hat mich gefragt, ob wir nicht dort zelten wollten. Er sei dann schon einen Tag oben und ich sollte es mir ueberlegen,ob ich nachkomme. Das Wette nimmt mir leider die Entscheidung ab, die Wolken ziehen superfrueh herein und so entscheide ich mich, wieder runterzugehen.

Die 5 tuerkisen Seen von Gokyo

Der neunte Tag ist von wenig Aktivitaeten gepraegt. Das Ziel steht jetzt fest - Gokyo mit seinen 5 Seen, also das linke der beiden grossen Taeler hinauf. Ich moechte es langsam angehen lassen, weil ich die Hoehe immer noch nicht so ganz verkrafte und mein Koerper mich daran erinnert, nicht zu schnell aufzusteigen. So laufe ich nur 2 h bis zum naechsthoeheren Ort - Kumjung, immerhin 400 m hoeher auf 3800 m gelegen. Schon wieder fuehle ich leichtes Kopfweh aufkommen und beschliesse, die weiter folgenden Aufstiege noch langsamer angehen zu lassen.

Der Anlauf zum legendaeren Everest Trek

Die Faszination, die der hoechste Berg der Welt auf Wanderer und Bergsteiger aus aller Welt ausuebt, hat auch mich erfasst. Einmal den Everest - oder Tschomulungma, wie ihn die Einheimischen nennen - sehen, dort gewesen zu sein, dort, wo schon viele Bergsteigerlegenden ihren Fuss hinsetzten und einige auch nicht wieder zurueckkehrten. Den Film " Into thin air" , basierend auf dem gleichnamigen Buch von Jon Krakauer, habe ich inzwischen schon mehrfach gesehen.

Die Entdeckung der Tempel

Kathmandu - hier wieder angekommen, fuehle ich mich wie in einen riesigen Mixer versetzt, so viele Menschen, Laerm und Dreck. Am liebsten waere ich sofort wieder umgekehrt und wieder in den Bergen verschwunden. In diesem Moment reift auch der Plan, nochmals Wandern zu gehen, diesmal in der Everest Region, aber das alles zu seiner Zeit. Laut Auskuenften anderer Wanderer und diverser Trekkingagentouren, scheint es kaum moeglich, preiswert in andere, entferntere Regionen des Landes vorzudringen – Transport- und Verpflegungsschwierigkeiten machen solch einen Ausflug zu einem teuren Unternehmen und so nehme ich schweren Herzens von dieser Idee Abschied und freunde mich mit der Gegend um den Everest an, doch dazu spaeter.

Rueckkehr in die Zivilisation

Es ist zuerst ein Schock fuer mich, durch die Auslaeufer dieser wachsenden Stadt zu fahren, ebenso wie in Lakeside anzukommen, dem Touristenviertel der Stadt. Es hat gerade geregnet und die ungeteerte Hauptstrasse - natuerlich voller tiefer Schlagloecher - steht unter Wasser, Kuehe stehen ueberall mitten auf den Strassen – und dies stoert auch keinen. Die Autos und Rikschas umfahren diese behutsam – ein Hupen ist nie zu hoeren – jedenfalls keins, welches einer Kuh gilt. Den Charme, den dieses Viertel einmal ausgetrahlt haben mag, ist leider nur noch beim 2. genauen Hinsehen erkennbar. Vielleicht bin ich auch einfach zu lange in den Bergen gewesen und diese Menge an Leuten, Gefaehrte und Geraeusche nicht mehr gewoehnt.

Der Wegs ist das Ziel Basecamp Annapurna Sued

Was mich nach 3 Wochen Wanderung bewegt, nochmals 8-10 Tage dranzuhaengen, kann ich genau sagen - die ueberwaeltigenden Berge, dich mich in ihren Bann geschlagen haben. Und so wandere ich am gleichen Tag ( 21. ) nach Besuch des beruehmten Poon Hill weiter nach Tadapani - Richtung Osten. Auf der Karte sieht es meist so einfach aus und ich vergesse anfangs, das ueberall, wo ein Fluss passiert werden muss, es steil nach unten geht und nach der obligatorischen Bruecke ebenso steil wieder nach oben.

Aufbruch zum Thorung Lha Pass

Mit Karen und Jules, dem Paar aus Neuseeland, bleibe ich auch dann zusammen bis nach Ghorepani, auf der anderen Seite der Annapurnas. Ich muss sagen, dass ich die Zeit der gemeinsamen Wanderung sehr genossen habe und hoffe, die beiden spaeter irgendwo wiederzutreffen. Aber nun mal der Reihe nach. Wir sind muede und lassen erstmal einen Ruhetag folgen, an dem wir wirklich gar nichts machen - der ist auch dringend noetig.

Die Erkundung Manangs und der Weg zum Tilicho Lake

Manang, der Hauptort des gleichnamigen Distrikts, ist ungleich groesser als die anderen Orte der Gegend und somit auch der Service fuer die sogenannten Trekker besser. Das Angebot an Unterkuenften etc. hat sich in den letzten 8-10 Jahren rasant entwickelt. Ich sehe ein Foto in einer Lodge und bin doch bestuerzt ueber das Ausufern der Bebauung. Das Foto zeigt die zuerst erbaute Unterkunft hier, ansonsten waren nur wenig andere gebaeude zu sehen.

Eine lange Reise zum Annapurna beginnt ...

Dies soll meine persoenliches Tagebuch sein mit all seinen Hoehen und Tiefen, wortwoertlich - welches meine ganz eigenen Eindruecke und Erlebnisse widerspiegelt, obwohl ich meinen Drang zu extakten Hoehenangaben, -differenzen sicher nicht unterdruecken werde koennen.

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