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Home | Reise Nepal | Phokara - Kathmandu | Tempel und Pagoden Kathmandus
26
May
2009
Tempel und Pagoden Kathmandus PDF Drucken E-Mail
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Pokhara und Kathmandu
Geschrieben von: Andre Diez   
Mittwoch, den 25. Oktober 2000 um 03:00 Uhr

Die Entdeckung der Tempel

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Kathmandu - hier wieder angekommen, fuehle ich mich wie in einen riesigen Mixer versetzt, so viele Menschen, Laerm und Dreck. Am liebsten waere ich sofort wieder umgekehrt und wieder in den Bergen verschwunden. In diesem Moment reift auch der Plan, nochmals Wandern zu gehen, diesmal in der Everest Region, aber das alles zu seiner Zeit. Laut Auskuenften anderer Wanderer und diverser Trekkingagentouren, scheint es kaum moeglich, preiswert in andere, entferntere Regionen des Landes vorzudringen – Transport- und Verpflegungsschwierigkeiten machen solch einen Ausflug zu einem teuren Unternehmen und so nehme ich schweren Herzens von dieser Idee Abschied und freunde mich mit der Gegend um den Everest an, doch dazu spaeter.

Bodnath und die Ghompa

Zusammen mit Luc, einem Belgier, mache ich mich auf Erkundungstour weiterer Sehenswuerdigkeiten der Stadt. Zuerst beschliessen wir, an einem freien Meditationsunterricht in einem buddistischen Kloster in Bodnath ( nur 2 h ) teilzunehmen. Dort angekommen, erfahren wir, dass der Lama aufgrund von Festlichkeiten gerade in Indien weilt und deswegen auch kein Unterricht stattfindet. Trotzalledem bekommen wir eine Gratisfuehrung durch das Kloster mit seinen Reliquien, Schreinen und Heiligtuemern. Es ist sehr beeindruckend, gerade die Stille und Ruhe, die das Innere des Klosters ausstrahlt.

Die eigentlich touristische Sehenswuerdigkeit Bodnaths ist eine riesige mehrstoeckige Gompa, aehnlich jener in Swayambunath. Ebenfall sind diese vielfarbigen grossen Bhudda Augen an allen 4 Ecken der Gompa zu sehen. Man kann komplett auf ihr herumlaufen und das bunte Treiben von oben beobachten. Was sicher nicht angebracht ist, aber immer wieder passiert, ist die unpassende Kleidung einiger weiblicher Touristen in knappen Shorts und noch knapperen Tops. Sicher ein Blickfang, das jedoch am unpassendsten Ort, den man sich nur vorstellen kann - einem heiligen fuer die hier ueberwiegende tibetische Bevoelkerung. Das soll jetzt keine Diskriminierung sein, bitte Reisefuehrer doch mal vorher lesen, bevor man sich so der Laecherlichkeit vor den Einheimischen preisgibt.

Ganz frueh morgens und abends vor Sonnenuntergang kann man die Moenche des nahen Klosters auf ihren Runden - die Gebetsmuehlen drehend - beobachten. Da gerade zur gleichen Zeit ( Ende Oktober ) eines der groessten Festivals Nepals stattfindet, sind auch dementsprechend viele Menschen auf den Beinen. Wir sehen eine lange Karawane aus allen moeglichen noch fahrbaren Untersaetzen – Hauptsache es faehrt - mit wild tanzenden und singenden Jugendlichen, Musik droehnt aus vielen Lautsprechern, geraucht und getrunken wird ebenso - irgendwie erinnert mich das an eine Mini Loveparade.

Pashupatinath

Gleich anschliessend besuchen wir nch Pashupatinath, die heiligste Staette der Hindus in Nepal. Luc ist gut im Verhandeln und so druecken wir den Preis fuer ein Tuk Tuk auf ein Drittel und schon duesen wir auf huckeligen Erdpisten zu dieser heiligen Staette Dieser Ort ist auch hinduistischer Pilgerort und es finden zahlreiche Verbrennungen Verstorbener statt. Einige der Tempel duerfen zudem nur von Hindi betreten werden - Glaeubige anderer Religionen haben keinen Zutritt. Pashupatinath ist ganz einfach zu erreichen, einfach per Taxi oder anderem fahrenden Untersatz und liegt nahe des Flughafens. Faszinierend sind fuer mich die vielen Staende, wo jede Menge Zugaben fuer die Verbrennung verkauft werden, hauptsaechlich leuchtende Pulver in allen nur denkbaren Farben, welche vor der Einaescherung ueber den Toten gestreut werden.

Was mir mit der Zeit auf den Magen schlaegt, sit der permanent in der Luft liegende suessliche Geruch von verbranntem Fleisch. Bei einem warmen Grillabend heisst das eigentlich nur, dass man sich lieber wieder dem Rost anstatt dem Biere widmen sollte - hier dagegen mit dem Wissen darum, dass es sich dabei um tote Menschen handelt - kann es einem schon sehr mulmig werden. So verfolgen wir beide mit einer Horde neugieriger Touristen aus dem In- und Ausland die Zeremonie und Vorbereitung der Einaescherung. Rundherum am Ufer des Flusses spielen unbekuemmert kleine Kinder und jede Menge Affen, was der Szene einen bizarren Anstrich gibt. Als dann das Feuer angezuendet wird und sich die Angehoerigen voller Schmerz und Trauer hin- und herwerfen, habe ich fuer mich das Limit erreicht und ich verlasse den Ort mit einem sehr unguten Gefuehl im Magen. Alles in allem eine superinteressante Staette, die man vielleicht einmal in seinem Leben gesehen haben muss, nicht jedoch mehrmals.


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Zuletzt aktualisiert am Dienstag, den 26. Mai 2009 um 02:23 Uhr