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02
Apr
2009
Auckland - City of Sails PDF Drucken E-Mail
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SchwachPerfekt 
Geschrieben von: Andre Diez   
Mittwoch, den 13. Juni 2007 um 02:00 Uhr

Es ist ein schönes Gefuehl, wieder unterwegs zu sein. Zwei lange Jahre hat es unter den Zehennägeln gebrannt, Pläne geschmiedet und wieder fallengelassen - aber letztendlich wird der Neuseelandplan umgesetzt. Fuer Diana - einen Reisenewbie fuer Langzeitreisen ist Neuseeland sicher das perfekte Ziel - es ist alles vorhanden - Infrastruktur, wilde Natur, keine Verstaendigungsprobleme mit Englisch. Deswegen ist Aotearoa - das Land der langen weissen Wolke - unser primäres Ziel. Wir haben uns fuer den langen Direktflug entschieden, was uns in der Nachbetrachtung sicher als Fehler beanstandet wurde - aber wir möchten einfach so schnell wie möglich Richtung Suedhalbkugel.

 

Die Ostkueste hinauf, Cap Reinga Walkway und Besuch der Kauriwaelder im Westen, Mitte September 2004

Erster Regenbogen unweit von Auckland
Die Ostkueste hinauf, Cap Reinga Walkway und Besuch der Kauriwaelder im Westen, Mitte September 2004

Totaranui Bay, nahe Cape Reinga
Die Ostkueste hinauf, Cap Reinga Walkway und Besuch der Kauriwaelder im Westen, Mitte September 2004

Fishing ...
Abflug in Frankfurt und Ankunft in Auckland, Ende August 2004

Abflug in Frankfurt mit Thai Airways
Die Ostkueste hinauf, Cap Reinga Walkway und Besuch der Kauriwaelder im Westen, Mitte September 2004

Kauri Forest

Der gesamte Flug mit Zwischenstopps und Bangkok und Sidney scheint sich ewig in die Länge zu ziehen, wir rechnen nach - 22 h Flugzeit und 30 h insgesamt unterwegs, bis wir endlich unsere Rucksäcke in Auckland wieder auf den Schultern haben. Nicht ohne zuvor mit dem neuseeländischen Zoll und Quarantäne Bekanntschaft zu schliessen. Mit frischgeputzten Schuhen und eine halbe Stunde spaeter weht uns dann die erste frische Brise um die Nase. Um es kurz zu machen - ich kenne Auckland ganz gut und so nehme ich das Zepter an mich und dirigiere uns in einen Backpacker in Auckland Downtown - nicht in den grössten oder erstbesten, dies ist uns zu diesem Zeitpunkt auch voellig egal. Der Jetlag hat uns erfasst und wir fallen wie tot in unser Bett. Pünktlich um 3 Uhr morgens gehen dann die Augen weit auf und an ein Weiterschlafen ist absolut nicht zu denken. Der neue Tag-Nachtrhythmus pendelt sich dann langsam in den naechsten Zeit ein - aber die ersten Tage nach der Ankunft laufen wir herum wie Falschgeld.

Inzwischen gibt es in Downtown Auckland einen grossen Supermarkt - Foodtown, welcher ideal liegt, um zu Fuss die notwendigen Lebensmittel einzukaufen. Vor mehreren Jahren war daran nicht zu denken, der nächste grosse Supermarkt war 3 km entfernt. Auch die Bevölkerung scheint einem Wandel zu unterliegen - Auckland war und ist schon immer Multikulturell gewesen - als grösste Stadt im Südpazifik finden sich hier Menschen aus aller Herren Länder - na gut - sicher nicht aller - aber auf jeden Fall Asien. Jedenfalls um den Bogen zurueckzuschlagen - Foodtown ist fest in indischer Hand, die Internetcafés unter chinesischer oder japanischer Kontrolle. Die Queenstreet hoch oder runterzulaufen ist zu einem reinen Schaulaufen von asiatischen Studenten verkommen, meist Japanern, wie mir Einheimische verraten. Die Preise in Auckland sind fuer japanische Verhaeltnisse paradiesisch und so schicken viele Familien ihre ungeratenen Sprösslinge gen Süden, in der vagen Hoffnung, dass aus ihnen doch noch etwas werden koennte. Man muss es einfach einmal gesehen haben, ich fuehle mich wie in einer asiatischen Metropole.

Die Anzeichen, dass wir doch in Neuseeland angekommen sind, lassen sich dennoch nicht uebersehen - Geschenkartikelläden en masse mit den allzeit beliebten Dauerbrennermotiven wie - den Allblacks, Schaf Kea und Bungee. Ein frischer Regenschauer bringt uns auch zurueck ins Bewusstsein, dass dies hier ja Ende Winter sei und nicht so warm, wie viele Aucklaender glauben das es waere. Kurze Hosen und Röcke, Sandalen, T-shirt bei 10 Grad sind hier völlig normal.

Wir sind auf der Suche nach einem fahrbaren Untersatz. Was genau uns da vorschwebt, wissen wir selber nicht so genau. Das Reisegefaehrt sollte aber auf jeden Fall schlaftauglich sein, sprich ein Bett besitzen. Es existieren viele Moeglichkeiten, um Auckland herum, zu einem passenden Reisevehicel zu kommen. Die einfachste und teuerste Variante ist sicher der Backpacker Carmarket. Weiterhin gibt es wöchentlich grosse oeffentliche sogenannte Auktionen, wo Auto jeglicher Art erworben werden koennen. Der einzige Vorteil des Backpacker Carmarkets besteht darin, relativ zentrumnah zu sein und dass es auch garantiert ein Auto/Van zu erstehen gibt, welches eine Schlafmoeglichkeit beinhaltet. Ansonsten ist es das uebliche Abzocken und Bescheissen Spiel mit den Backpackern.

Naeheres dazu habe ich bereits im WRF geschrieben - hier der Link. Gesagt, Getan - auch wir entscheiden uns nach mehreren Tagen Bedenkzeit fuer einen kleinen Minivan Nissan Vanette Automatic, Baujahr 1989 - genau so alt wie mein Wartburg zu Hause. So schlecht kann ein Fahrzeug diesen Alters ja nicht sein, denken wir uns. Der Carmarket eigene Mechaniker bestaetigt danach auch einige Maengel, welche auf Kosten des Carmarket beglichen werden - und somit sind wir kurz darauf stolze Besitzer dieses Fahrzeugs - mit allen seinen Macken und Maengeln, wie es sich spaeter noch herausstellen sollte.

Freudig erregt packen wir unsere Sachen zusammen, bleiben eine letzte Nacht in Auckland und brechen dann Richtung Norden auf. Endlich weg aus der Grossstadt, welche uns langsam wirklich auf die Nerven geht. Hoffentlich rollt unser Fahrzeug gut - senden ein Stossgebet gen Himmel und zuckeln los.


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Zuletzt aktualisiert am Donnerstag, den 02. April 2009 um 19:57 Uhr