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Home | Blog-Kinder | Blog Michel-und-Ronja | Michel - Das erste Jahr | Mein Werdegang zum Kleinkind
28
Apr
2009
Mein Werdegang zum Kleinkind PDF Drucken E-Mail
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Michel - Das erste Jahr
Geschrieben von: Andre Diez   
Sonntag, den 16. März 2008 um 01:40 Uhr

Die Welt entdecken ...

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Unser kleiner Strahlemann bereitet uns viel Spass Freude und Arbeit. Aus diesem Grund moechten wir unsere kleinen alltaeglichen Erlebnisse mit Freunden und Familie teilen. Seit dem letzten Bericht im November 07 hat sich einiges ereignet und davon moechte euch Michel sicher selbst berichten ... Es gibt weiterhin aktuelle Bilder von mir und meinen beiden Grossen in der Galerie zu finden Galerie Michel sowie direkt in den Alben Monate 7-8 und Monate 9-10 , sowie alle weiteren Artikel Michel


Viel Spass noch beim Weiterlesen des Artikels wuenscht euch Eurer Michel Karl











Hier bin ich wieder - der blonde blauaeugige Michel - aus Erfurt - und nicht aus Loenneberga - welch abgedroschener Witz eigentlich. Langsam koennten sich meine beiden Grossen etwas Originelleres einfallen lassen. Aber wie ich aus gut unterrichteten Kreisen hoerte, haben die wirklich vor, mit mir zusammen - dem Loenneberga in Schweden einen Besuch abstatten zu wollen. Da scheuen sie auch keine Muehen - das grosse weisse brummende Monstrum mit den 4 Rädern soll wohl in so eine Art Behausung fuer unterwegs umgebaut werden. Bisher habe ich aber noch nicht viel davon mitbekommen, sie machen ja ein richtiges Geheimnis daraus und lassen mich immer ein wenig im Dunkeln tappen.

Also ich freue mich darauf - ein wenig unterwegs zu sein - langsam wird mir schon langweilig in meinen 4 Waenden . Was ist im letzten Winter alles so passiert, ausser dass ich nichts von den versprochenen weissen Schneeflocken sah ? Jede Menge dass kann ich euch erzaehlen - ach ich vergesse immer wieder, dass ihr mein hochdeutsches Gebrabbel immer noch nicht im Klartext verstehen koennt - da musste ich Papa engagieren, der das fuer mich uebersetzt - der versteht das auch so...

Das mit dem Herumgerolle auf den harten Fliesen hatte ich dann endlich wirklich satt - dem ich ordentlich Nachdruck verlieh, indem ich einfach immer mal, wenn die beiden Grossen nicht hinschauten, meinen Kopf ein wenig unsanft auf die Fliesen fallen liess, nicht ohne danach ein riesiges Theater zu veranstalten. Das ist schon toll - dann bekomme ich alles, was ich schon immer haben wollte - wir singen zusammen oder pusten den nicht vorhandenen Schmerz einfach wieder weg. Nachdem ich diese Taktik mehrfach erfolgreich angewandt hatte - wachte ich eines Morgens auf - und siehe da - ein grosses terrakottafarbenes Etwas machte sich mitten in der Stube breit - perfekt um seinen Kopf mal so richtig fallen zu lassen - und welch Ueberraschung - es tat nicht weh ! Dafuer war es weich und voller Fusseln, welche Mama immer mit einem riesigen sausenden Ungetuem versucht, muechsam zu entfernen. Die in meinem Mund findet sie natuerlich nie, die habe ich mir naemlich laengst vorher heimlich zusammengeklaubt. Eigentlich muss sie die auch nicht wegmachen - sie hat doch mich, ich finde alles !

Irgendwann einmal, begann es in meinen Mund so komisch an zu druecken und dann fuehlte ich einige Tage spaeter, dass da etwas Hartes und Schmales zum Vorschein gekommen war. Sehen kann ich es ja nicht - aber scheint wichtig zu sein - die beiden Grossen haben sich gar nicht wieder eingekriegt vor Grinsen und Lachen. Das sollte denen schon noch vergehen. Aber zuerst war ich gefordert. Mein geliebter suesser Brei wurde einfach reduziert und dann bekam ich den Mund voll mit komischen kruemeligen und harten Dingen, welche mir gar nicht passten. Aber dafuer gibt es einfache Gegenstrategien - die erste ist - einfach zu prusten - und zu tun, als ob man sich verschluckt haette. Dabei finde ich es unheimlich spassig zu beobachten, wie Hektik ausbricht und wohl nicht so nette Dinge zwischen meinen beiden Grossen ausgetauscht werden. Na die kriegen sich meist schnell wieder ein. Die zweite Strategie ist noch wirkungsvoller - ich lasse einfach meinen Mund zu - und lächle ganz breit dabei. Da wird jeder von den Grossen weich und es dauert nicht lange bis es endlich wieder etwas ordentliches zu Essen gibt - hmmm Griessbrei mit Apfelmus.

Von den harten Dingern in meinen Mund habe ich inzwischen schon 2 Stueck, welche mich langsam anfangen zu behindern beim Breischlucken, so dass ich langsam auch herausfinde, dass man super damit etwas zertrennen und zerkauen kann. Dies sind zwangslaeufig als erstes meine schoenen gruenen Hausschuhe, welche doch noch irgendwie nach ranzigem Leder schmecken. Nichtsdestotrotz bekomme ich die immer an meine Fuesse, was mich aber natuerlich nicht daran hindert, diese in Windeseile wieder auszuziehen und in den Mund zu stecken, sobald sich die Grossen erschoepft auf dem Sofa niederlassen. Dies muessen sie doch einfach verstehen - in meinem Alter ist das eben so.

Das Hin und Her beim Rollen habe ich nun endlich hinter mich gebracht - die Freude meiner beiden Grossen war ja unglaublich - wenn die wuessten, was noch alles auf sie zukommt ... Ich habe nun endlich herausgefunden, wie ich auf diesen tueckischen Fliesen vorwaerts komme. Ich muss nur noch ein wenig in meine Armkraft investieren und meine spaerlichen physikalischen Kenntnisse anwenden - und schon kann ich super mit geringem Gleitwiderstand die Sauberkeit meiner Klamotten pruefen. Jeder Armzug vorwaerts - und es gibt Begeisterungsstuerme von allen Seiten. Inzwischen haben sich die beiden daran gewoehnt, also muss ich mich auch mehr anstrengen um sie bei Laune zu halten. Richtig krabbeln und wie ein Pfeil der Mama hinterher um die Ecke ins Bad abbiegen - nebenbei kurz den Rucksack umwerfen, die Schnuersenkel anlutschen, unter den Teppich nachschauen, ob sich der Dreck auch noch irgendwie an der Hose verewigen laesst - und schon bin ich da - das macht mir richtig Freude.

Und damit noch nicht genug - die Absperrungen wurden verlagert und jetzt ist der ganze schoene Teppich mein - aber was interessiert mich dies, wenn das Tor zu ist und ich einfach nur mal bitte mich mit mir beschaeftigen soll. Das geht doch so nicht ! Dann schleiche ich mich ans Gitter ran, ziehe mich hoch und ruettele ganz kraeftig - wackele ein bisschen Hin und Her, lasse ein lautes - Hier und ich - dies klingt natuerlich in meiner Sprache ein wenig anders - ertoenen - und schon schauen hektische Gesichter aus der Kueche heraus, was denn hier los sei. Noch ein wenig mehr Schwanken und die Nerven liegen blank und endlich komme ich dahin, wohin ich die ganze Zeit wollte - auf Arm von Mama oder Papa, welche noch hastig versuchen, das halb vollendete Muesli zu beenden, was ich gekonnt zu verhindern wisse. Ich kenne da so gewisse sehr wirkungsvolle Tricks.

Dies soll es nun erst einmal gewesen sein, ich muss noch schnell meine Leberwurststulle im Gesicht verteilen, habe mir sagen lassen, dass macht eine schoene und gesunde Gesichtsfarbe - den Koenig Drosselbart und seine Affaere mit Dornroeschen ueber mich ergehen lassen - und endlich - kann ich in mein Bettchen und darueber schlafen, was der naechste Tag an neuen Abenteuern so bringe werde ...


Euer Michel

 


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Tags: Michel
Zuletzt aktualisiert am Dienstag, den 28. April 2009 um 06:50 Uhr