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May
2009
Everest Trek - zu den Gokyo Seen PDF Drucken E-Mail
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Geschrieben von: Andre Diez   
Freitag, den 10. November 2000 um 02:00 Uhr
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Everest Trek - zu den Gokyo Seen
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Die 5 tuerkisen Seen von Gokyo

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Der neunte Tag ist von wenig Aktivitaeten gepraegt. Das Ziel steht jetzt fest - Gokyo mit seinen 5 Seen, also das linke der beiden grossen Taeler hinauf. Ich moechte es langsam angehen lassen, weil ich die Hoehe immer noch nicht so ganz verkrafte und mein Koerper mich daran erinnert, nicht zu schnell aufzusteigen. So laufe ich nur 2 h bis zum naechsthoeheren Ort - Kumjung, immerhin 400 m hoeher auf 3800 m gelegen. Schon wieder fuehle ich leichtes Kopfweh aufkommen und beschliesse, die weiter folgenden Aufstiege noch langsamer angehen zu lassen.

Tag 10 bis 12

Der naechste Morgen des 10. Tages gibt nur frueh kurz einen Blick auf den Ama Dablam frei - leider - dieser Berg ist zwar nicht der hoechste aber einer der schoensten des Himalaya. Somit verfliegt die anfaengliche Motivation, schon heute aufzubrechen. Ein Schweizer, schon zum 7. Mal am Everest, erzaehlt mir, dass dieses Wetter fuer diese Jahreszeit unueblich sei - zu viele Wolken und wesentlich zu frueh am Tag. Aber dies macht die Unberechenbarkeit der Berge aus ! So verbringe ich eine weitere Nacht in Kumjung, nicht ohne vorher noch eine kleine Akklimatisierungswanderung fuer einige Stunden gemacht zu haben.

Am Morgen des 11. Tages fuehle ich mich endlich fit und ausgeruht und das Tagesziel Dole nur 4 h Wanderung entfernt. Dies reicht als Motivation aus, ebenso die moeglichen Blicke auf die Berge unterwegs. Leider zieht es sich schon wieder frueh zu, es gilt die Regel - je hoeher man kommt, desto spaeter kommen die Wolken. Einige tolle Blicke kann ich trotzdem noch erhaschen. Unterwegs treffe ich Henrik wieder, den ich schon in Namche kennenlernte, der witzigerweise auch aus Jena stammt und ebenfalls am gleichen Tag wie ich in Kathmandu ankam.

Der 12. Tag fuehrt von Dole ( 4100 m ) nach Machhermo ( 4400 m ). Das ist ein kurzer Tag - die Anpassung an die Hoehe aber unbedingt erforderlich. Die Umgebung wird immer spektakulaerer, die Berge scheinen zu wachsen, je hoeher ich komme. Die Sonne scheint heute morgen und die Stimmung geht bei allen Wanderern steil nach oben. Angekommen und erhitzt, frage ich den nicht ganz freundlichen Besitzer der Unterkunft in Macchermo nach einer kalten Dusche - er zeigt nur auf den nahegelegenen Fluss ... Also nichts wie hin und der ersten Fastganzkoerperwaesche steht nichts mehr im Wege.

Mit Handtuch und Shampoo bewaffnet geht es somit runter zum Fluss, so kalt war es eigentlich gar nicht, das Eis rundherum jedoch auch noch nicht aufgetaut. Und so machen wir uns daran, die nicht mehr ganz gut riechenden Koerperteile wieder einmal mit dem reinigenden Element - Wasser genannt - zu waschen. Dies war mit dementsprechend viel Spass und verbunden und wurde auch auf Film gebannt dokumentiert.



Zuletzt aktualisiert am Dienstag, den 26. Mai 2009 um 02:29 Uhr