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Home | Reise Nepal | Annapurna Trek | Annapurna Trek - Tilicho See
26
May
2009
Annapurna Trek - Tilicho See PDF Drucken E-Mail
Benutzerbewertung: / 2
SchwachPerfekt 
Annapurna Trek
Geschrieben von: Andre Diez   
Dienstag, den 03. Oktober 2000 um 03:00 Uhr

Die Erkundung Manangs und der Weg zum Tilicho Lake

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Manang, der Hauptort des gleichnamigen Distrikts, ist ungleich groesser als die anderen Orte der Gegend und somit auch der Service fuer die sogenannten Trekker besser. Das Angebot an Unterkuenften etc. hat sich in den letzten 8-10 Jahren rasant entwickelt. Ich sehe ein Foto in einer Lodge und bin doch bestuerzt ueber das Ausufern der Bebauung. Das Foto zeigt die zuerst erbaute Unterkunft hier, ansonsten waren nur wenig andere gebaeude zu sehen.

Zeitvertreib in Manang

Zum abendlichen Zeitvertreib gibt die Moeglichkeit, verschiedene Filme Nepal betreffend , sich anzuschauen, welches einem die langen kalten Abende verkuerzt. Es gibt 2 Plaetze mit Vorfuehrungen, sozusagen dunkle Raeume mit Baenken und Stuehlen. Wenn alle Touris versammelt sind, faengt der Film an und dann wird abkassiert. Kurze Zeit spaeter fuellt sich der Raum mit immer mehr Einheimischen, die das Gesagte wohl meist nicht verstehen, den Bildern aber mit gespanntem Staunen folgen, obwohl sie die Videos auswendig kennen duerften, weil es nur 3-4 verschiedene gibt ( Into thin Air - Tragoedie am Everest, 7 Jahre Tibet, Kundun - Leben des Dalai Lama ). Beim - Brad Pitt Tragoedienstreifen - versammelt sich demzufolge auch sein gesamter Fanclub des Dorfes, nach dem kassieren natuerlich und es darf auch schonmal geschluchzt werden. Eine etwas skurrile aber sehr angenehme Kulisse und Erfahrung. Danach geht es fuer die Trekker zurueck zur Lodge mit der Taschenlampe, fuer die Locals mit der Kerze.

Auf dem Weg zum See

Nun zu einem der Hoehepunkte dieser Reise, dem Tilicho See. Man sagt, dass es der hoechste See der Welt sei. Ich denke, dass die Leute damit recht haben, als hoechster staendig wasserfuehrender See auf ueber 4920 m Hoehe, da gibt es kaum hoehere. Mit Karen und Jules, einem supernetten neuseelaendischen Paerchen, breche ich dann am 8. Tag insgesamt zu der 3 Tage Wanderung zum sagenumwobenen Tilicho Lake auf, daruf bauend, dass er haelt, was er verspricht.

Es geht ueber Kangsar - ein vergessenes Dorf - ein Seitental hinauf, wir kreuzen einige grosse Erd-und Felsrutsche auf dem Weg zur einzigen Unterkunft unterwegs, auf immerhin schon ueber 4100 m gelegen. Somit fehlen uns immer noch mehr als 800 Hoehenmeter zum See und die Befuerchtung unsererseits, hoehenkrank zu werden, scheint nicht ganz unbegruendet zu sein. Aber es klappt alles und wohlbehalten erreichen wir in der Tilicho Basecamp Lodge. Die Blicke bis dahin sind einfach nur ueberwaeltigend ! Die Berge scheinen sich immer hoeher vor einem aufzutuermen und sie moegen einen warnen, je eine ihrer glitzernden Eisflanken zu betreten aus welchen man nie wieder einen Weg heraus finden moege.

Der Morgen des 9. Tages bringt uns, immer haeufiger nach Atem ringend, nach ca. 3 h an unser Ziel - dem blauen Tilicho See. Im ersten Moment, als ich ihn vor mir liegen sehe, kann ich nur tief durchatmen und staunen, einen lauten Jauchzer der Freude ueber diesen wunderschonen Anblick folgen lassend. Links vom See tuermen sich der Tilicho Peak und weiter nach links folgend weitere Gipfel des Annapurna Massivs auf - eine riesige weisse Wand aus Eis, aus welcher sich am unteren Rand ein Gletscher formt und seine Eismassen direkt in den magisch blauen See kalben laesst.

Geradeaus kann man vielleicht noch den Pass erkennen, von wo aus man theoretisch nach Jomsom absteigen kann, praktisch dagegen wird man wohl vom Militaer aufgehalten und zurueckgeschickt. Rechterhand verlieren die Berge an Hoehe und gleichen mehr rundlichen Vulkanen mit einem kleinen Schlag weisser Sahne obenauf.

Rueckkehr nach Manang

Der Abschied von diesem magischen Platz macht mir den Abstieg doppelt schwer, wie gerne haette ich in diesem Moment mein Zelt ( hinterlassen in Kathmandu ) dabeigehabt. Wer weiss schon, an wieviel wunderschoenen Orten man vorbeikommt, um eine richtige Nacht unter sternenklarem Himmel im Zelt zu verbringen ?

So ist der letzte Tag (10. insgesamt ) meines Ausfluges damit ausgefuellt, nach Manang zurueckzukehren, nicht ohne immer wieder die phantastische Sicht zu geniessen - nicht zu vergessen die verschiedenen Farben der Buesche und Straeucher ueberall am Wegesrand, welche in den schoensten Herbsttoenen - gelb ueber orange und rot bis zu dunkelviolett - leuchten - einen starken Kontrast zu den weissen Bergen und dem blauen Himmel bildend.


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Zuletzt aktualisiert am Dienstag, den 26. Mai 2009 um 02:17 Uhr